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Das Islandpferd
Geschichte und Eigenschaften einer außergewöhnlichen Pferderasse

Als nordische Siedler im neunten Jahrhundert nach Island kamen, brachten sie auch Pferde von Skandinavien und den Britischen Inseln mit. Es sollen auch Beutepferde der Wikinger von anderen Teilen der Welt darunter gewesen sein.
Das raue Klima und die karge Landschaft Islands, sowie die weitgehend halbwilde Haltung, haben ein genügsames, robustes und leistungsstarkes Pferd mit einem ausgeprägten Charakter entstehen lassen.
Schon vor etwa 1000 Jahren versuchte man durch ein Importverbot für Pferde, das Einschleppen von Seuchen und Krankheiten zu verhindern. Dieses Gesetz ist auch heute noch in Kraft. Pferde die die Insel einmal verlassen haben, um z. B. an einem Turnier auf dem Festland teilzunehmen, dürfen nie wieder zurückkehren.
Durch die strenge Isolationszucht haben sie ihre ursprünglichen Eigenschaften, die vielen „modernen Pferderassen“ schon lange verloren gegangen sind behalten. Darunter fallen zum Beispiel die Gangarten Tölt und Pass, die der Isländer zusätzlich zu den drei Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp besitzt.
Der Tölt hat die gleiche Fußfolge wie der Schritt. Während bei diesem immer zwei oder drei Hufe gleichzeitig den Boden berühren sind es beim Tölt nur ein oder zwei. Diese äußerst bequeme und erschütterungsfreie Viertakt-Gangart, lässt sich von der Schrittgeschwindigkeit bis zum Renntempo steigern.
Der Pass wird nur bei hoher Geschwindigkeit (Rennpass) und über kurze Strecken geritten. Die Hufe einer Lateralen fußen fast gleichzeitig auf und ab.
Beide Gangarten sind allen Wildeinhufern angeboren, wurden aber in Mitteleuropa durch andere Anforderungen an das Pferd weg gezüchtet.


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Islandpferdefreunde Bensheim e.V. * Neuhofstraße 24-26 * 64625 Bensheim

Letzte Änderung:
15.03.2006
© Manfred Hinlang